Mittwoch, 2. Dezember 2015

Glyphosat im Hundefutter, das unbekannte Risiko

Nachtrag von Dezember 2017. Mein Artikel über Glyphosat im Hundefutter wurde am 02.12.2015 erstellt, inzwischen hat die Stiftung Warentest am 22.06.2016 Trockenfutter auch auf Schadstoffe wie Glyphosat und AMPA getestet.--->Stiftung Warentest- Trockenfutter


Glyphosat ist umstritten und jeder weiss mittlerweile dass wir es alle wahrscheinlich über unsere tägliche Nahrung aufnehmen. Die bekannteste Schadwirkung, die Kanzerogenität wurde in der letzen Zeit häufig thematisiert.
Auch unsere Hunde sind betroffen, allerdings um ein Vielfaches mehr als wir denn die Nahrung unserer Hunde ist mehr belastet als unser Essen.
Die Leipziger Forscher der Veterinär Universität Leipzig um Frau Prof. Dr. Monika Krüger stellten bereits 2013 ihre Untersuchungen vor "Schadwirkungen durch Glyphosat-haltige Herbizide auf Böden, Umwelt, Tiere und Menschen in Europa – Vorboten des geplanten TTIP Abkommens?"

Die Untersuchungen der Forscher aus Leipzig stellten nicht nur die Schadwirkungen auf Menschen und Nutztiere dar, sondern es wurden auch Hunde am Institut untersucht, ihr Urin war weit mehr belastet als der untersuchte  Urin der Menschen. Zudem wurden veschiedene Hunde-Vollnahrungen auf ihren Gehalt an Rückständen von Glyphosat getestet.

Quelle: Prof. Dr.Krüger


dies bedeutet: die angebotenen Vollnahrungen für Hunde und die angebotenen sog. Barf- Produkte die von Nutztieren aus konventioneller Landwirtschaft stammen belastet. Das Fleisch dieser Tiere ist ähnlich hoch belastet wie die gemessenen Urinwerte jeweiliger Tiere, wobei Pansen von Rindern und Pansensäfte höhere Konzentrationen aufwiesen als Muskelgewebe. Hasen und Wild sind leider keine Alternative da das Fleisch dieser Tiere noch mehr Rückstände aufwies als das Fleisch von Schlachtteiren.

Zitat:  6. Nachweis von Glyphosat in Organen, Sekreten, Muskulatur von Menschenund Tieren
Nachweise von Glyphosat konnten von Krüger et al. (2014) in Urinen von deutschen Kühen (n=343, MW
20,13 ng/ml±25,24), dänischen Kühen (n=242, MW 36,75
ng/ml±29,62), Schweinen (n=40 MW 36,51±15,71), Hasen (n=139, MW 14,84 ng/ml±21,37) und Mastkaninchen (n=77, MW 74,24 ng/ml±49,81) realisiert werden.
Von Bedeutung ist hierbei, dass sich dänische
und deutsche Kühe signifikant unterscheiden (P<0,001). Beunruhigend ist die Konzentration von Glyphosat in den Mastkaninchenurinen. Die Konzentration liegt 3,7mal über der Konzentration von Milchkühen. Wenn man davon ausgeht, dass in Organ-und Fleischproben von
konventionellen Schlachtrindern ähnliche Werte wie in den Urinen gefunden wurden (Tab. 4),
sind in Kaninchenfleisch, das als dietätisch hochwertig bezeichnet wird,
ebenfalls Konzentrationen oberhalb von 50-60ng/g Glyphosat zu erwarten. Interessant sind auch die Glyphosatwerte in den Hasenurinen. Hasen sind standorttreu und spiegeln die Belastung der jeweiligen Umwelt sehr gut wieder.



Glyphosat zerstört die effektiven Organismen der Darmflora und fördert das Wachstum pathogener Keime, es chelatiert wichtige Elemente die so nicht mehr vom Körper genutzt werden können



Dies trifft auf Tiere und Menschen zu!

Die einzige Möglichkeit die Schadwirkung zu minimieren ist der Verzehr von Bio Nahrungsmitteln ( die weniger belastet sind) oder die tägliche Nutzung und Verabreichung der bindenden Eigenschaften von Huminsäuren, Mooren, Heilerden oder Zeolith-Klinoptilolith. Diese Stoffe werden seit einiger Zeit erfolgreich in der Fütterung von Nutztieren eingesetzt.

Eigene Untersuchungen.

Um festzustellen wie die Rückstände von Glyphosat im hier benutzten Trockenfutter sind haben wir 2 häufig gefütterte Trockennahrungen testen lassen:

























Wir haben 2 häufig gebrauchte Futter , ein schwedisches Trockenfutter und ein Discounter Futter das in Deutschland hergestellt wurde testen lassen. Das Testergebnis des Discounterfutters legt nahe dass das Ergebnis noch höher hätte ausfallen können, wir haben allerdings keine weiteren Test in Auftrag gegeben.
Die Ergebnisse von 2013 der Leipziger Forschung konnte ebenfalls nur anonymisiert veröffentlicht werden. Es ist zu vermuten dass die meisten Nass- und Trockenfutter erheblich mit Glyphosate kontaminiert sind. Ebenfalls die aus Kategorie III Schlachtabfällen hergestellten Barfprodukte die nicht aus Bio Produktion stammen.

Da statistisch gesehen 4x mehr Hunde als Menschen an Krebs erkranken und jeder 2. Hund über 10 Jahren einen Tumor entwickelt sollten wir alarmiert sein.
Auch die steigende Zahl immunvermittelter Erkrankungen und Allergien ist ein Alarmsignal. Die systemische Schadwirkung von Glyphsat halte ich für erwiesen.
Viele Hundebesitzer tappen bei Erkrankungen ihrer Tiere jahrelang im Dunkeln und ebenso viele ratlose Tierärzte. Wie wäre es wenn nicht "der böse Weizen" oder irgendeine andere X-beliebige natürliche Futterzutat schuld an einer Erkrankung ist sondern ein unsichtbares Gift....?

Grafiken: Prof. Dr. Monika Krüger 
Link komplette Untersuchung der Univ. Leipzig Prof. Dr. Krüger--->>

 Fazit:

Auch wer seinen Hund mit Selbstgekochtem füttert oder barft  kann die Belastung nicht perse' niedrig halten denn alle Gewebe von Nutz- und Wildtieren die über die Nahrung Kontakt mit dem Pestizid hatten sind hoch belastet. Wer Trockenfutter füttern muss oder will sollte auf die Deklaration der Zutaten achten. Hinter Begriffen wie "Fleischmehl" oder "tierische Nebenerzeugnisse" können sich Produkte aus Schweinemägen und Därmen verbergen die nicht als solche deklariert werden müssen. Der Preis oder die aufwändige Verpackung eines Futtermittels sagt leider darüber nichts aus wie belastet ein Futtermittel ist. Auch Fleisch von Wild oder Hasen und Kaninchen sind sehr belastet.(Wild äst an pestizidbelasteten Feldrainen). Daher sollte man immer wenn man nicht Bio füttert die Belastung durch geeignete Maßnahmen wie z.B. die Zugabe von Huminsäuren, Heilerden oder Zeolithen senken. Glyphosat im Zusammenwirken mit anderen Herbi- und Pestiziden schädigt den Körper systemisch und führt wahrscheinlich zu einer Vielzahl von Gesundheitsstörungen und Erkrankungen inkl. Krebs da es das Immunsystem direkt beeinträchtigt. Es wirkt fruchtschädigend und schädigt auch das hormonbildende System.


Vielen Dank an Frau Prof. Dr. Monika Krüger für die vielen Informationen und ihre Geduld 

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